Wie lange seid ihr schon essgestört?

Hier können sich Mitglieder und Gäste in einem öffentlichen Bereich austauschen.
Betroffene und auch Nicht-Betroffene, Familienangehörige oder andere Besorgte können hier Fragen stellen und sich austauschen.
Antworten

Wie lange seid ihr schon essgestört?

Du kannst eine Option auswählen

 
 
Ergebnis anzeigen

Benutzeravatar
Liv-Lisette
Administrator
Administrator
Schattenweberin
Schattenweberin
Beiträge: 11387
Registriert: So 12. Feb 2017, 16:07
Burgfreundin: Gretchen & Some
Wohnort: Niedersachsen (GÖ)
Größe: 170
BMI: 17,..
Gender:
Alter: 30
Status: Offline

User

Burg

Schattenbattle

2

Wie lange seid ihr schon essgestört?

Beitrag von Liv-Lisette » Mi 15. Feb 2017, 17:33

Wie lange seid ihr schon essgestört?
200 für das Schwein. 350 Gebutterte Nudeln. 150 für das Brötchen. Und 75 für die Butter." "Mein Gott, als hättest du Kalorien-Asperger."

Inahwen
Status: Offline

Re: Wie lange seid ihr schon essgestört?

Beitrag von Inahwen » Do 16. Feb 2017, 23:25

Ich habe mich dafür entschieden, "mehr als 10 Jahre" anzukreuzen.

Ich weiß, dass ich so lange eigentlich schon irgendwie essgestört bin.
Die offizielle Diagnose habe ich jedoch erst sehr viele Jahre später erhalten. Was daran liegt, dass ich vorher in keinerlei Behandlung war und es dementsprechend nie wirklich auffiel.
Bzw. auch WENN es auffiel, so brachte es ja Niemanden weiter, da man nicht wirklich an mich heran kam und ich auch keine Hilfe wollte bzw. mich nicht als krank ansah.

Feli-Luftwesen
Status: Offline

Re: Wie lange seid ihr schon essgestört?

Beitrag von Feli-Luftwesen » So 19. Feb 2017, 08:58

Da es mich eigentlich schon mein Lebenlang begleitet, hätte ich ankreuzen können "schon immer"....allerdings macht es einen grpßen Unterschied, ob ich "bewusst" eine ES entwickle oder Unternährt bin, weil meine Eltern mich nicht angemessen versorgen.
Nichts desto trotz kliegt auch mein erster Klinikaufenthalt bereits mehr als 10 Jahre zurück und daher trage ich auch diese Diagnose und das bewusstsein eine ES zu haben, mehr als 10 Jahre mit mir rum...

Teardrop
Status: Offline

Re: Wie lange seid ihr schon essgestört?

Beitrag von Teardrop » So 26. Feb 2017, 14:35

Ich habe früher bereits unterbewusst an einer ES gelitten, diese fiel jedoch nicht besorgniserregend auf und brach wirklich aus erst vor 4 Jahren während eines Urlaubes. Vorher hatte ich immer Probleme bei einer neuen Gewichtsgrenze, habe dann mein Gewicht einfach monatelang gehalten, aber nicht abgenommen

Skylar
Status: Offline

Re: Wie lange seid ihr schon essgestört?

Beitrag von Skylar » Do 15. Jun 2017, 23:39

Ein gestörtes Essverhalten habe ich (wie die meisten) länger als 10 Jahre.
Eine richtige ES würde ich sagen seit 7-8 Jahren. Also so, dass es keine "Phase" ist, durch die Mädchen nun mal gehen oder kein Hirngespinst.
Aber es ist wirklich schwer den Zeitpunkt auszumachen, in dem man die ES nicht mehr abstreiten kann.
Die Diagnose habe ich allerdings erst seit etwa 3 Jahren.

Benutzeravatar
Greta-FeliCzitas
Moderatorin
Moderatorin
Nebelsängerin
Nebelsängerin
Beiträge: 7984
Registriert: So 19. Feb 2017, 09:43
Burgfreundin: Liv
Wohnort: irgendwo in Sachsen
Größe: 153
BMI: ca. 17,5
Alter: 28
Status: Offline

User

Burg

Schattenbattle

3

Re: Wie lange seid ihr schon essgestört?

Beitrag von Greta-FeliCzitas » Do 15. Jun 2017, 23:50

Skylar hat geschrieben:
Do 15. Jun 2017, 23:39
Aber es ist wirklich schwer den Zeitpunkt auszumachen, in dem man die ES nicht mehr abstreiten kann.
Auf jeden Fall, zumal ein Teil dieser Sucht ja eben auch oft die Verleugnung beinhaltet.
Also mir ging es auch lange so, dass ich immer gesagt habe: "Ach, wenn ich wirklich wollte, würde ich einfach aufhören"...Pustekuchen...ich konnte ja gar nicht mehr aufhören :?

Benutzeravatar
Liv-Lisette
Administrator
Administrator
Schattenweberin
Schattenweberin
Beiträge: 11387
Registriert: So 12. Feb 2017, 16:07
Burgfreundin: Gretchen & Some
Wohnort: Niedersachsen (GÖ)
Größe: 170
BMI: 17,..
Gender:
Alter: 30
Status: Offline

User

Burg

Schattenbattle

2

Re: Wie lange seid ihr schon essgestört?

Beitrag von Liv-Lisette » Fr 16. Jun 2017, 08:11

Auf dem Gedanken mit dem Aufhören bin ich ansich nie gekommen, dennoch gebe ich euch recht:
Bei mir war es eher die völlige Unwissenheit über Essstörungen die mich zum verleugnen eigentlich trieb.
Weil ich dachte, dass ich doch normal essen würde, es halt nur ständig vergesse bzw. schlichtweg nicht eingesehen habe, etwas zu essen, wenn ich doch gar keinen Hunger hätte.
Dass es so etwas wie Essstörungen gibt bzw. dass das Krankheiten sind habe ich erst viel viel später erfahren.
Und dennoch hab ich nichts dran geändert, weil es für mich dann schon "zu spät" war und es bei mir irgendwie zur Normalität dazu gehörte, WIE ich eben aß.

Demnach würde ich auch schwer einschätzen können, wann es so wirklich BEWUSST losging und ich könnt nichtmal mehr genau sagen, ob ich mir bereits vor der offiziellen Diagnose (welche ich vor 8 Jahren erhalten habe) wirlich auch bewusst war, ob ich eine Essstörung habe oder nicht.

Und wie ihr schon sagt:
Allein das Verleugnen dessen ist ja darüber hinaus auch nochmal ein Symptom dessen!
200 für das Schwein. 350 Gebutterte Nudeln. 150 für das Brötchen. Und 75 für die Butter." "Mein Gott, als hättest du Kalorien-Asperger."

Benutzeravatar
Aliena
Feuerpriesterin
Feuerpriesterin
Beiträge: 3250
Registriert: Sa 17. Jun 2017, 15:04
Wohnort: Hamburg
Größe: 167
BMI: 19,7
Alter: 37
Status: Offline

User

Burg

Schattenbattle

Re: Wie lange seid ihr schon essgestört?

Beitrag von Aliena » Mi 21. Jun 2017, 21:53

Liv hat geschrieben:
Fr 16. Jun 2017, 08:11

Bei mir war es eher die völlige Unwissenheit über Essstörungen die mich zum verleugnen eigentlich trieb.
Weil ich dachte, dass ich doch normal essen würde, es halt nur ständig vergesse bzw. schlichtweg nicht eingesehen habe, etwas zu essen, wenn ich doch gar keinen Hunger hätte.
So war das bei mir die erste Zeit auch. Ich hab immer gedacht: "Essstörungen - das betrifft nur die schon halb verhungerten aus dem Fernsehen" aber nicht mich. Ich habe natürlich auch nicht gesehen, wie dünn ich eigentlich schon war. Ich hielt mich für absolut normalgewichtig.

Abgestimmt habe ich mit über zehn Jahren.

Benutzeravatar
Liv-Lisette
Administrator
Administrator
Schattenweberin
Schattenweberin
Beiträge: 11387
Registriert: So 12. Feb 2017, 16:07
Burgfreundin: Gretchen & Some
Wohnort: Niedersachsen (GÖ)
Größe: 170
BMI: 17,..
Gender:
Alter: 30
Status: Offline

User

Burg

Schattenbattle

2

Re: Wie lange seid ihr schon essgestört?

Beitrag von Liv-Lisette » Do 22. Jun 2017, 11:54

Siehst du, ich hatte ja nichtmal DIESEN Gedanken, welchen du oben ansprichst.
Also den Gedanken: Es kann die anderen halb verhungerten treffen, aber natürlich nicht mich.

Einfach aus dem Grund, weil mir die Krankheit wirklich völlig unbekannt war und ich überhaupt nicht wusste, dass es so etwas wie Essstörungen eben GIBT!
Also dass das eine Krankheit sein kann und so.
Ich wusste zu dem Zeitpunkt, als es bei mir anfing auch nichts von irgendwelchen Gerüchten aus TV, Film, Zeitung oder so.
Ich war da vollkommen abgeschottet.
200 für das Schwein. 350 Gebutterte Nudeln. 150 für das Brötchen. Und 75 für die Butter." "Mein Gott, als hättest du Kalorien-Asperger."

Benutzeravatar
Aliena
Feuerpriesterin
Feuerpriesterin
Beiträge: 3250
Registriert: Sa 17. Jun 2017, 15:04
Wohnort: Hamburg
Größe: 167
BMI: 19,7
Alter: 37
Status: Offline

User

Burg

Schattenbattle

Re: Wie lange seid ihr schon essgestört?

Beitrag von Aliena » Do 22. Jun 2017, 12:11

Oh, ich verstehe.
Liv hat geschrieben:
Do 22. Jun 2017, 11:54
Einfach aus dem Grund, weil mir die Krankheit wirklich völlig unbekannt war und ich überhaupt nicht wusste, dass es so etwas wie Essstörungen eben GIBT!
Also dass das eine Krankheit sein kann und so.
Ich wusste zu dem Zeitpunkt, als es bei mir anfing auch nichts von irgendwelchen Gerüchten aus TV, Film, Zeitung oder so.
Ich war da vollkommen abgeschottet.
Das ist dann natürlich doppelt und dreifach schwierig. Jedenfalls stelle ich mir es ziemlich schwierig vor, zu realisieren und anzunehmen, dass man eine Essstörung hat, wenn das auch noch etwas "Fremdes" für einen ist.

Für mich war das eher so, wie ich es mir bei einem Alkoholiker oder anderen Suchtkranken* vorstelle: Ich bin doch nicht "wie die". Ich esse wenig, aber "doch nicht so wenig".

*Naja, darum heißt es ja Magersucht.

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast